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Winelife
von
RWR Redaktion
27.08.26
Drei Tage, 28 Weingüter und sehr viel Wetter

So war das Frequency Festival 2026 mit RWR

 

Ein Festival ohne Dosenbier? Nicht ganz. Aber zwischen Konzerten, Campingplatz und Festival-Food gab es beim Frequency 2026 erstmals auch einen RWR Stand mit österreichischem Wein. Drei Tage lang wurde verkostet, geglitzert und am Glücksrad gedreht – bei Sonne, Regen und einem Unwetter, das den Festivalplan ordentlich durcheinanderbrachte, aber dem Wein Fun keinen Abbruch tat.

 

Rund 140.000 Besucher*innen kamen von 20. bis 22. August in den Green Park St. Pölten. Mit dabei: Acts wie Lorde, Kraftklub, Natasha Bedingfield, Sido, Ikkimel und Twenty One Pilots – und 28 österreichische Weingüter mit 28 Weinen von Pet Nat bis Pinot Noir.

Mehr als Wein im Festivalbecher

Der RWR Stand war nicht nur eine Weinbar, sondern auch Treffpunkt, Regenschutz und kurze Pause zwischen zwei Konzerten. Die Chill-out-Area bot Platz für Festival-Food und Drinks, am Glücksrad wurden mehr als 20.000 einzelne Werbemittel ausgegeben und bei einer Selfie Challenge gab es einen Trip in ein österreichisches Weinbaugebiet zu gewinnen.

Tag 1: Neuer Stand, erste Sips und Regenpremiere

Der Donnerstag begann mit der Art von Festivalmotivation, bei der selbst dunkle Wolken noch als harmlose Deko durchgehen. Für das RWR Team und den brandneuen Stand war es der größte Auftritt seit dem Launch der Marke im Herbst 2025. Für viele Besucher*innen war es wiederum das erste Mal, dass sie auf einem Festival zwischen mehreren österreichischen Weinen wählen konnten.

 

Acht Weingüter waren am ersten Tag vertreten. Im Glas landeten unter anderem Gelber Muskateller, Welschriesling und ein prickelnder Pet Nat Rosé. Alle Weine konnten glasweise oder als Spritzer bestellt werden – ohne Dresscode, ohne Verkostungszettel und ohne dass man vorher den Unterschied zwischen Säure und Tannin erklären musste.

 

Auf den Bühnen eröffneten unter anderem Zara Larsson, Lorde, Fontaines D.C. und Kraftklub das Festival. Auch ein kräftiger Regenguss am Abend konnte die Stimmung nicht dauerhaft stoppen. Am RWR Stand erwiesen sich spätestens jetzt die Chill-out-Area und die Abstellplätze für Essen und Drinks als ziemlich gutes Festivalinvestment. Der erste Tag brachte damit gleich die wichtigste Erkenntnis: Wein funktioniert nicht nur bei Sonnenschein – und ein Spritzer schmeckt offenbar auch in Regenjacke.

Dein Wine Match zu Tag 1

Lorde × Pet Nat Rosé „PRETTY NUTS“ vom Weingut Alex & Maria Koppitsch

Lorde passt nicht in eine eindeutige Pop-Schublade – und Pet Nat nicht in die Vorstellung, dass Schaumwein immer klassisch und vorhersehbar sein muss. Der Rosé Pet Nat bringt naturtrübe Optik, lebendige Bubbles und eine gewisse Wildheit ins Glas. Ein Match für alle, die ihren Pop und ihren Wein lieber mit ein paar Ecken und Kanten mögen.

 

Zara Larsson × Rosé „Madini“ vom Weingut MAD

Leicht, rosé und mit 9 % Alkohol der entspannteste Sip im ersten Line-up: „Madini“ passt zu glänzendem Festival-Pop, bei dem man spätestens beim Refrain mitsingt. Kein schwerer Weinmoment, sondern ein unkompliziertes Glas für den frühen Abend.

Tag 2: Pop-Nostalgie, neue Weinentdeckungen und Wetterdrama

Am Freitag zeigte sich zunächst wieder die Sonne und am RWR Stand startete die nächste Weinrunde. Zehn Weingüter brachten noch mehr Auswahl ins Festival: Neben Grünem Veltliner, Muskateller und Rosé standen auch ein Frizzante Rosé, Pinot Noir und die rote Cuvée „Tutti Frutti“ auf der Karte.

 

Genau diese Auswahl sorgte für einige erste Male. Eine Besucherin probierte am Stand ihren ersten Pet Nat und fasste die Erfahrung ziemlich knapp zusammen:

„Ich hab zum ersten Mal Pet Nat getrunken – mega!“

 

Musikalisch wurde es am Freitag nostalgisch: Natasha Bedingfield brachte frühen 2000er-Pop nach St. Pölten, bevor das Wetter selbst Teil des Programms wurde. Aus Nieselregen wurden heftige Böen, gegen Abend musste das Festivalgelände aus Sicherheitsgründen geräumt werden. Unter anderem konnten Tom Odell, Sido und Paul Kalkbrenner deshalb nicht mehr auftreten.

 

Für den RWR Stand bedeutete das: Gläser sichern, Schirme festhalten und kurz akzeptieren, dass selbst der beste Festivalplan gegen eine amtliche Sturmwarnung wenig ausrichten kann.

these wines are my own
Natasha Bedingfield sang vom Regen - der lieferte dann auch ziemlich ab.
Dein Wine Match zu Tag 2

Natasha Bedingfield × Muscaris vom Weingut Greil

Ein bisschen floral, ein bisschen exotisch und sofort präsent: Muscaris ist eine aromatische Rebsorte, die schon beim ersten Hineinriechen auffällt. Das passt zu Natasha Bedingfield und einem Song wie „Unwritten“, bei dem nach wenigen Sekunden alle mitsingen. Ein zugängliches Match für alle, die bei Wein nicht lange analysieren, sondern gleich etwas riechen und schmecken möchten.

 

Sido × Cuvée rot „Tutti Frutti“ vom Weingut Lisa Pfneisl

Ein Name, der sich selbst nicht zu ernst nimmt, und ein roter Wein, der am Festival auch leicht gekühlt funktionieren kann: „Tutti Frutti“ ist das Gegenprogramm zur Vorstellung, Rotwein gehöre ausschließlich in schwere Gläser und zu langen Abendessen. Auch wenn Sidos Auftritt dem Sturm zum Opfer fiel, bekommt er von uns zumindest dieses Wine Match.

Tag 3: Trockene Socken, volles Finale

Nach dem wetterbedingten Abbruch am Freitag konnte das Frequency am Samstag fortgesetzt werden. Am Nachmittag war die Festivalstimmung längst zurück – diesmal mit weniger Wetterdrama und dafür noch mehr Motivation für ein großes Finale. 

Auch am RWR Stand warteten zehn neue Weine: vom leichten Grünen Veltliner über Blütenmuskateller und Sauvignon Blanc bis zu Zweigelt und einer roten Cuvée namens „Perfekte Welle“. Auf den Bühnen standen unter anderem Ikkimel, Ski Aggu, Ashnikko, Denzel Curry und Twenty One Pilots. 

 

Am Stand waren zu diesem Zeitpunkt einige der begehrtesten Merch-Artikel fast vergriffen. T-Shirts, Kapperln, Socken und Sonnenbrillen hatten an allen drei Tagen für lange Schlangen gesorgt. Besonders die Weinmaus-Kappe entwickelte sich zum Festival-Favoriten. Wer beim Glücksrad kein Kapperl erwischte, konnte sich bei der Glitzer- und Tattoo-Station zumindest ein Weinglas auf die Haut kleben lassen.

 

Die Reaktionen dazu waren ziemlich eindeutig:

„Ich stell mich schon zum vierten Mal an – gestern waren die T-Shirts schon aus. Ich brauch unbedingt so eines!“

„Ihr habt den schönsten Stand am Festival!“

„Ich brauch unbedingt so ein Weinglas-Tattoo!“

Dein Wine Match zu Tag 3

Ikkimel × Blütenmuskateller vom Weingut Pröstler

Blütenmuskateller ist laut, duftig und kaum zu übersehen – im besten Sinn. Die Rebsorte bringt intensive florale und fruchtige Aromen mit und ist damit kein Wein, der sich still im Hintergrund hält. Zu einem Ikkimel-Auftritt passt ein Glas mit ähnlich selbstbewusstem Auftritt.

 

Twenty One Pilots × Cuvée rot „Perfekte Welle“ vom Weingut Schreiner

Twenty One Pilots wechseln zwischen Alternative Rock, Pop, Rap und elektronischen Elementen, ohne sich dauerhaft auf ein Genre festzulegen. Dazu passt eine Cuvée, bei der ebenfalls mehrere Rebsorten zusammenspielen. Der Name „Perfekte Welle“ liefert außerdem den passenden Abschluss für drei Festivaltage, die wettertechnisch alles andere als geradlinig verliefen.

Welcher Act wäre dein Wine Match?

Das Frequency hat gezeigt: Wein braucht weder ein weißes Tischtuch noch Vorwissen. Wenn er dort auftaucht, wo Menschen Musik hören, Freund*innen treffen und gemeinsam etwas erleben, wird er ganz selbstverständlich Teil des Moments.

 

Ob Pet Nat zu Lorde, Muscaris zu Natasha Bedingfield oder Blütenmuskateller zu Ikkimel: Das perfekte Wine Match muss nicht nach einer komplizierten Pairing-Regel funktionieren. Oft reicht eine gemeinsame Stimmung – laut, leicht, prickelnd, wild oder ein bisschen nostalgisch.

Und manchmal braucht es auch einfach einen trockenen Platz, gute Musik und das erste Glas Pet Nat.

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