sturm incoming

Beitrag
von
RWR Redaktion
25.08.26
In our Sturm era

Der Sommer geht, der Sturm kommt. Und zwar der gute.

 

Forget pumpkin spice: Bei uns schmeckt der Herbst nach Sturm. Aber wenn du bisher dachtest, Sturm sei einfach irgendein junger Wein, wird es Zeit für ein kleines Update. Denn dieses österreichische Original ist etwas ganz Eigenes – quasi ein limitiertes Sample aus den Weinkellern unserer Winzer*innen. Go for it!

First things first: Was ist Sturm überhaupt?

Traubensaft rein, Wein raus – und Sturm ist der ziemlich spannende Moment dazwischen.

 

Ganz einfach erklärt: Nach der Weinlese werden die Trauben zu Saft gepresst („Most“) und die Gärung beginnt. Hefen machen sich über den natürlichen Zucker im Most her und verwandeln ihn nach und nach in Alkohol und Kohlensäure. Solange dieser Prozess noch läuft, sprechen wir von teilweise gegorenem Traubenmost – oder eben: Sturm.

 

Das Spannende daran? Sturm verändert sich ständig, weil er immer weitergärt. Am Anfang ist er süßer und erinnert stärker an frischen Traubensaft. Mit fortschreitender Gärung wird er trockener, alkoholischer und kommt geschmacklich dem fertigen Wein immer näher.

 

Du kannst also literally dabei zusehen – und schmecken –, wie aus Traubensaft Wein wird.

Sturm? Safe aus Österreich.

Was als „Sturm“ verkauft wird, muss ausschließlich aus Trauben hergestellt sein, die in Österreich geerntet und verarbeitet wurden – das ist Gesetz! Offiziell handelt es sich bei Sturm um teilweise gegorenen Traubenmost mit geschützter geografischer Angabe.

 

Oder weniger bürokratisch: Wo Sturm draufsteht, ist 100 % Österreich drin.💯

 

Übrigens: Sturm gibt’s zwar am häufigsten in Weiß – aber nicht nur! Je nachdem, welche Trauben verwendet werden, kann Sturm weiß, rosé oder rot sein. Häufig verwendet werden fruchtige, früh reifende Traubensorten wie: 

  • Bouvier, Müller-Thurgau oder Frühroter Veltliner (weiß)
  • Zweigelt, Blauer Portugieser oder Blauburger (rot)
  • oder Blauer Wildbacher für den uniquely steirischen Schilchersturm (rosé)
100 % Österreich 🇦🇹
Warum du ihn genau jetzt trinken solltest

Weil Sturm nicht wartet.

 

Während wir uns daran gewöhnt haben, Erdbeeren, Spargel & Co. fast das ganze Jahr irgendwo zu bekommen, macht Sturm beim Always-available-Lifestyle nicht mit. Er darf nur zwischen 1. August und 31. Dezember des jeweiligen Erntejahres verkauft werden – tatsächlich endet die Sturmzeit aber meist bereits um den 11. November (Martini).

 

Damit gilt er als eines der letzten echten Saisonprodukte Österreichs.

 

Die Peak Season? Der Weinherbst. Wenn die Lese in den österreichischen Weinbaugebieten läuft, ist die Auswahl besonders groß. Und ganz ehrlich: Sturm schmeckt zwischen Weingärten, bunten Blättern und einer Brettljause einfach noch ein bisschen besser.

Next stop: Wein. 🍇→🍷
5 Dinge, die du über Sturm wissen solltest

1. Immer schön aufrecht ☝️

Die Flasche niemals hinlegen. Bei der Gärung entsteht weiterhin Kohlensäure, die entweichen muss. Deshalb sind Sturmflaschen nicht luftdicht verschlossen. Horizontal im Kühlschrank oder im Auto? Bad idea.

 

2. Keep it cool 🧊

Sturm gärt weiter – auch nachdem du ihn gekauft hast. Im Kühlschrank läuft die Gärung langsamer ab. Deshalb: kühl lagern und möglichst frisch genießen.

 

3. Beim Anstoßen gelten andere Rules 🥂

In Österreich stößt man mit Sturm traditionell nicht mit „Prost“ an. Stattdessen heißt es „Mahlzeit!“ – und: Man hält das Glas in der linken Hand. Erst wenn aus dem Sturm fertiger Wein geworden ist, darf wieder ganz normal angestoßen werden.

 

4. Go local 🍂

Sturm zuhause trinken? Klar. Noch besser: direkt dort, wo er entsteht. Im Weinherbst lohnt sich ein Ausflug in Österreichs Weinbaugebiete ganz besonders. Beim Heurigen oder Buschenschank gibt's dazu die passende Herbstküche – von Brettljause und Aufstrichen bis zu Maroni und anderen saisonalen Klassikern.

 

5. Vorsicht, sippery-slippery!

Sturm ist sehr süffig – so süß und saftig und fruchtig, wie er nun mal ist. Aber: Er enthält bereits Alkohol. Daher immer mit Genuss und Achtsamkeit trinken!

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