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Spotlight
von
RWR Redaktion
14.04.26
Spotlight: Hanna Glatzer

Der Weg zum Wein beginnt nicht immer im Weingarten. Bei Hanna startet er erst mal im Hörsaal – mit einem Jus-Studium und ziemlich viel Theorie, die mit Reben erstmal wenig zu tun hat. Und genau deshalb ist ihr Zugang heute so spannend.

🍇Nicht einfach so weitermachen

Zurück im Familienweingut in Carnuntum geht es für sie nicht darum, Dinge einfach weiterzuführen, wie sie immer waren. Sondern darum, herauszufinden, wie sie sich für sie richtig anfühlen. Ihre Weine wirken deshalb nie verkopft, sondern offen und zugänglich.

 

Carnuntum selbst hat dabei schon eine ziemlich lange Wein-Geschichte – hier haben schon die Römer*innen Wein gemacht. Also ja, falls du dich fragst: dein Roman Empire Moment ist hier tatsächlich berechtigt.

 

Seit 2018 wird biologisch gearbeitet, mit viel Fokus auf die Traube. Das merkt man – nicht, weil es laut kommuniziert wird, sondern weil die Weine eine gewisse Selbstverständlichkeit haben. Sie funktionieren einfach, ohne sich aufzudrängen.

 

Neben ihrem Welschriesling zeigt sich das auch in anderen Weinen aus ihrem Sortiment – von klassischen Carnuntum-Rebsorten wie Zweigelt oder Blaufränkisch bis hin zu frischen, geradlinigen Weißweinen. Alles wirkt durchdacht, aber nie schwer. Eher so, als würde jedes Glas genau das sagen, was es sagen will – ohne Umwege.

🎈 Leichtigkeit mit Haltung

Was besonders hängen bleibt, ist diese Mischung aus Leichtigkeit und Haltung. Nichts wirkt kompliziert, aber auch nichts beliebig. Es ist eher ein ruhiges Selbstbewusstsein, das sich durchzieht.

🍋 Hannas Weintipp

Welschriesling + Sushi!
Am besten zu Lachs-Nigiri – frisch, zitrisch, fast wie ein Spritzer Zitrone auf Fisch, nur eleganter. Und ziemlich sicher nicht das Pairing, das man erwartet.

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